Referenzkorpus Altdeutsch

Das Referenzkorpus Altdeutsch enthält eine auf Vollständigkeit bedachte annotierte Sammlung der ältesten deutsche Sprachdenkmäler vom Beginn der kontinuierlichen schriftlichen Überlieferung um 750 bis etwa 1050 mit einem Umfang von ca. 510 830 Textwörtern. Aufgenommen werden alle in dieser Zeit überlieferten Texte des Althochdeutschen und des Altsächsischen auf möglichst handschriftengetreuer Editionsgrundlage. Die einzelnen Texte sind in Form von Subkorpora repräsentiert und verfügen über Metadatenannotationen. Das Korpus ist linguistisch tiefenannotiert und enthält darüber hinaus textstrukturelle Annotationen, die in Form einer Mehrebenenarchitektur aufeinander bezogen sind.

Das Korpus enthält Annotationen relevanter lateinischer Textpassagen. Eine Alignierung der althochdeutsch-lateinischen Paralleltexte ist für die Version 2.0 vorgesehen.

Das Referenzkorpus Altdeutsch ist Teil der DeutschDiachronDigital-Referenzkorpora, die sprachstufenübergreifend tiefenannotierte Korpora historischer Texte des Deutschen bereitstellen. Die Kooperation mit den Projekten zum Mittelhochdeutschen (Universitäten Bonn und Bochum), Frühneuhochdeutschen (Universitäten Bochum, Halle und Potsdam) und Mittelniederdeutschen (Universitäten Hamburg und Münster) gewährleistet die Kompatibilität der unabhängig voneinander durchgeführten Annotationen.

Das Referenzkorpus Altdeutsch ist über die Such- und Visualisierungsplattform ANNIS abrufbar.

Die Erarbeitung des Referenzkorpus Altdeutsch wurde von 2008 bis 2015 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Projektarbeit erfolgte in Berlin, Frankfurt und Jena unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Donhauser (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Jost Gippert (Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Rosemarie Lühr (Universität Jena).

Aktuell wird das Referenzkorpus Altdeutsch wissenschaftlich betreut von: Prof. Dr. Karin Donhauser, Prof. Dr. Jost Gippert, Prof. Dr. Rosemarie Lühr und Dr. Lars Erik Zeige (Humboldt-Universität zu Berlin).

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